Sommer in der Toskana

Nun ja, wie ihr alle wisst reist man im Sommer gerne und viel! So hat es halt nun eine ganze Weile gedauert, bis der Schreiberling wieder einmal Zeit hatte einen Bericht zu erfassen! Wir haben sehr viel spannendes und interessantes in den Sommermonaten erlebt. Daher werde ich mich mit Schreiben zurückhalten und Fotos sprechen lassen.

Doch Halt! Bevor es in die Sommerferien ging, hatte Silvio noch einen Furz; eine Aussendusche musste noch ins WoMo gebaut werden. Termin abgemacht und schon stand SiPi beim Mech in Hindelbank. 

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Somit konnte es auf Tour gehen. Am Freitag Abend nahmen wir direkt den Autozug von Kandersteg nach Iselle, schon eine tolle Sache, hat man doch in einer Stunde die Alpen durchquert. Danach ging es zügig Richtung Genua und weiter durch die Cinque Terre bis in die Nähe von Castiglione delle Pescaia. Hier wurde im Vorfeld ein Campingplatz für die ersten Nächte reserviert. Um ca. 05.00 Uhr am Morgen waren wir dort und Silvio machte noch schnell eine Runde von aussen über den Platz. Na ja, aus den Socken wurde er nicht gerissen und die Stellplätze waren extrem eng. Eiligst einen neuen Schlachtplan gemacht, den verschlafenen Mitreisenden präsentiert und schon ging die Fahrt weiter Richtung Marina di Grosseto. Ihr versteht sicher, dass hier der Name des Platzes nicht erwähnt wird, da der Schreibende mit einer E-Mail den Platz orientiert hat, dass wir krankheitsbedingt nicht anreisen können.

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In Marina die Grosseto steuerten wir den Camping www.cieloverde.it an. Ein sehr grosser Platz mit super Stellplätzen. Die sanitären Anlagen sind sauber, aber nicht die modernsten. Ebenfalls mussten wir uns daran gewönnen das WC Rölleli immer mitzunehmen. Es ist unüblich, dass die Toiletten WC Papier haben. Unser Stellplatz wurde eingerichtet und Pia erklärte sie gehe mal schnell an den Strand. Gut schnell!? Als sie nach einiger Zeit noch nicht zurück war machte ich mich ebenfalls mit dem Velo auf den Weg zum Strand. Richtig, mit dem Velo, denn der Weg zum Strand führt durch einen Pinienwald von ca. 2 km Länge. Sehr schön, ruhig und am morgen sicher super zum Sport treiben.

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Der Strand war schön breit und das Wasser wusste zu gefallen. So macht der Start in den Urlaub Spass!

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Vier Nächte blieben wir auf diesem Platz, welcher übrigens anfangs Juli noch viele freie Plätze hatte. Danach ging es weiter. Silvio wollte unbedingt noch Castiglione delle Pescaia anfahren und wir fanden tatsächlich auf dem Campingplatz www.campeggioetruria.net einen Platz. Der Platz ist klein , aber fein. Sehr saubere Sanitäranlagen, nahe am Strand und ebenfalls nahe am Ort. Die Plätze sind eher klein und es hat viele Dauercamper.

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Nach einem ausgiebigen Strandtag wurden am Abend die Drahtesel gesattelt und wir machten uns auf den Weg nach Castiglione delle Pescaia. Ein wunderschönes Städtchen mit vielen Touris.

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Da es uns so gut gefiel, beschlossen wir am nächsten Tag das ganze nochmals zu wiederholen.

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Langsam ging es aufs Wochenende zu, in weiteren Kantonen und Ländern war Ferienbeginn angesagt und da wir nirgends reserviert hatten machten wir uns auf den Weg einen Platz für einen längeren Aufenthalt zu suchen. In Marina di Bibbona wurden wir auf dem Campingplatz www.esperidi.it  mit einem tollen Stellplatz für die aufwendige Suche belohnt!

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Esperidi ist ein Top Platz inmitten eines Pinienwaldes, nahe am Meer super Infrastruktur und einem sensationellen neuen Badeteich. Die Sanitäranlagen sind im Wald verteilt und sehr sauber.

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Am Strand selber ist es relativ eng und das Wasser fällt bereits nach zwei Meter stark ab. Unser Gefühl gab uns recht und der Platz war bereits zwei Tage später vollends ausgebucht. Also zur Hauptsaison sicher reservieren. In der Region selber kann man diverse Ausflüge machen. So fuhren wir mit dem Velo 7 km nach Bolgheri. Hut ab Svenja vor dieser Leistung und danke das du uns wieder heil nach Hause geführt hast. Zu Bolgheri, ein schönes Dorf welches voll auf Weinbau setzt. Wir genossen ein, zwei, drei...….Gläschen von den edlen Tropfen.

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Wie gesagt, die Rückfahrt war anspruchsvoll, hatten wir aber doch eine tolle Führerin! An den nächsten Tagen war relaxen und baden ohne Ende angesagt.

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Die Planung der Route ging weiter. Wir hatten uns zum Ziel gesetzt diverse Plätze während der Hochsaison anzufahren und auszutesten ob uns diese Art zu Reisen entsprechen würde. Ebenfalls haben wir bewusst keine Vorreservationen gemacht. Dies ist sicher in der Hochsaison schwieriger, da sehr viele Plätze von Wiederholungstätern belegt sind. (ah jetzt kommen wir schon zum 15 mal hierher, gleicher Platz, gleiche Zeit, gleiche Nachbarn) Wem es gefällt, wir sind für neue Entdeckungen! So machten wir uns auf den Weg nach Vada und steuerten den Camping www.campingtripesce.it an. Hier soll der Strand anscheinend so weiss sein wie in der Karibik.

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Tatsächlich fanden wir einen schönen, flachabfallenden Strand mit weissem Sand. Tagsüber war
er entsprechend gut frequentiert und wenn man sich im Internet schlau macht, liest man da etwas von Soda Fabrik und Chemie in der Nähe. Den Leuten macht dies jedoch kein Kopfzerbrechen und auch wir genossen zwei herrliche Strandtage und das Campingleben. Übrigens ist auch dieser Platz sehr sauber und die Sanitäranlagen werden stets gereinigt.

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Die Ferien neigten sich langsam dem Ende zu, die StandUps wurden noch nicht gebraucht, also machten wir noch einen Halt in der Nähe von Verbania am Lago Maggiore. Auf dem Camping www.campingorchidea.it konnten wir uns noch einen Super Platz ergattern. Am Abend fand im nahe gelegenen Dorf Feriolo noch ein Dorffest statt und wir konnten nochmals so richtig Gas geben!

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Am Sonntag früh war dann noch Morgensport angesagt, bevor wir uns definitiv auf den Heimweg machten.

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Als Fazit zu unserem Sommerurlaub können wir folgendes festhalten; Diese Art zu reisen gefällt uns. Weiterziehen wann man will und rasten solange man will. Einzuschränken ist, dass im Sommer die Toskana wie auch andere Regionen stark bevölkert sind. Wenn also jemand einen bestimmten Platz zu einer bestimmten Zeit möchte, kommt er wahrscheinlich nicht um eine Reservation herum. Es gibt aber soviel zu entdecken und ist auch immer wieder spannend wo man am ende des Tages stehen wird.
Gespannt sind wir auf unseren Herbsturlaub, in dem wir die ganze Insel Sardinien umrunden