Von Kyllini zum Dinosaurierstrand

Montag 23. 09. 2019

In unserer ersten Nacht auf den Peloponnes haben wir himmlisch geschlafen! Wie geschrieben sind wir am Sonntag bereits in der Dunkelheit beim Campingplatz angekommen. Wir konnten uns einen freien Platz auswählen und sind natürlich direkt Richtung Strand gefahren. 

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Das war doch vielleicht schon mal ein cooler Blick von unserem Bett aus! Schnell waren wir aus den Federn, hatten wir uns doch vorgenommen ab und zu ein wenig Sport auch während den Ferien zu machen. So ging es mit unseren "Knebbeln" auf Erkundungstour. Nun ja, zu viel Sehenswürdigkeiten kann man abseits der Zivilisation nicht erwarten. Was uns aber ein wenig schockiert hatte war das Plastik, welches überall auf den umgepflügten Feldern lag.

In der Nähe des Campingplatzes befindet sich noch ein Stellplatz, welcher sehr gut besucht war. Er wird als Geheimtipp gehandelt, aber ist auf jeder App über Stellplätze zu finden. Nach einer Stunde waren wir wieder zurück am Platz, Badehose montieren und den Morgenschwumm nehmen, einfach herrlich!
 
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Nach einem feinen Frühstück machten wir uns gegen Mittag auf den Weg. Als erstes Etappenziel wurde Katakolon angesteuert. Katakolon, habe ich doch irgendwo schon mal gehört? Ja ja die Kreuzfahrer unter euch waren vielleicht schon mal mit einem Schiff in diesem Hafen.

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Das Dorf besteht aus drei Strassen und ist voll auf Touris ausgelegt. Steht ein Schiff im Hafen, hat alles geöffnet und sonst herrscht tote Hose. Von hier aus kann ebenfalls in ca. 1 Stunde Olympia erreicht werden. Wir hatten Glück, es stand die MSC Musica im Hafen (natürlich im Vorfeld von Silvio recherchiert).

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Unsere Reise ging weiter Richtung Triffilia. Hier am Stomio Beach (GPS N37.18531, E21.57545) würde sich eine schöne Badebucht befinden. Ebenfalls gäbe es die Möglichkeit auf dem Parkplatz oberhalb der Bucht zu übernachten. Bei unserer Ankunft hatte es keine Wohnmobile, was uns aber nicht gefiel; der Parkplatz war mit feinen Glassplittern übersäht. Ein mulmiges Gefühl machte sich breit, bleiben oder weiterfahren? Zuerst kühlten wir unsere Körper in der wirklich schönen Bucht ab.
 
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Bei einem kühlen Bier beschlossen wir die 30 Kilometer bis zum nächsten Campingplatz weiterzufahren. Unterwegs kamen wir noch an einem etwas bizzaren Bauobjekt vorbei.

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Ein Schloss, mitten im irgendwo! Wir fuhren mit unserem WoMo bis auf den Vorplatz, Schlossfräulein oder Schlossherr bekamen wir jedoch nicht zu Gesicht. Irgendwie schien das Schloss leer zu stehen und gleichwohl sah es bewohnt aus. Wurden wir etwa beobachtet, oder wird nächstens auf uns geschossen? Langsam zogen wir uns zurück und nach Konsultation von "Dr. Google" wussten wir auch nicht viel mehr. Aber schön anzuschauen war es alleweil.

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War das vielleicht der Gärtner des Schlosses? Fragen über Fragen turnten in unseren Köpfen herum und die Fahrt zum Camping www.erodioss.gr verging wie im Fluge. Auf diesem Platz blieben wir 2 Tage da wir unbedingt die Ochsenbauchbucht besichtigen wollten.


Dienstag 24.09.2019

Als wir aufwachten trauten wir unseren Augen nicht, bewölkter Himmel! Und dies ausgerechnet an diesem Ort. Nach Konsultation der Wetter App hellten sich unsere Minen auch nicht auf; es würde noch schlimmer kommen, Regen war angesagt. Gleichwohl fuhren wir mit unseren Bikes die zwei Kilometer bis zum Fusse des "Berges". Den Blick auf die Bucht von Hectors Höhle wollten wir uns gleichwohl nicht entgehen lassen. Nach ca. 45 Minuten standen wir auf dem Gipfel.
 
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Unglaublich der Blick von hier oben!

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Wir machten uns auf den Rückweg, wollten wir doch nicht verregnet werden. Falls ihr mal die Peloponnes bereist, dieser Berg ist ein muss! Wir fuhren mit den Bikes zurück ins Dorf Pilos, wo ein Mittagshalt eingelegt wurde.
 
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Während dem Mittagessen ergoss sich eine riesige Regenschauer über den Ort, aber man glaubt es kaum zwei Stunden später lagen wir wieder bei Sonnenschein am Strand. Am Abend beschlossen wir nochmals das Dörfchen auf zu suchen. Hier verspürten wir einen richtigen griechischen Flair.

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Mittwoch 25.09.2019

Nach einer sehr ruhigen Nacht sollte unsere Reise heute weitergehen. Übrigens, das Wetter war wieder schön und wir beschlossen doch noch einen Halt in der Ochsenbauchbucht zu machen. Nach einigen Umwegen (Navi sei Dank) standen wir auf dem Platz vor der Bucht.

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Ohh, so sieht das also bei schönem Wetter aus! Wir malen uns besser nicht aus, wie das hier im Hochsommer aussehen wird. Es ist wirklich ein sehr mystischer Ort.

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Jetzt aber weiter, sonst kommen wir nirgends hin! Unser nächster Stop war Methoni. Hier wollten wir die Burg (oder Ruine) besichtigen. Wir stellten unser Wohnmobil mitten im Dorf ab, stört zu dieser Jahreszeit kein Mensch und schlenderten zur Burgruine.
 
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Am Eingang bezahlt man einen kleinen Obulus. Das Gelände ist sehenswert und zusammen mit dem Windspiel konnten wir unzählige Fotosujets auswählen.

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Soviel Sightseeing gibt Hunger. Was gibt es besseres, als an solch einem Ort einen griechischen Salat zu verzerren? Also auf in die nächste Strandbar und so ein Ding bestellt, einfach lecker!

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Nun machten wir eine richtige Passfahrt. Über eine Bergkuppe gelangten wir auf die andere Seite des ersten Fingers. Was würde uns hier wohl erwarten. Der erste Stop war in Koroni. Ein schönes Fischerdörfchen. Weit oben ist bereits eine Signalisation, dass mit LKW und Womos nicht nach unten gefahren werden darf. Na, gilt doch nicht für uns. Mangels einer Wendemöglichkeit fuhren wir auf gut Glück ins Dorf. Wenn das nur gut geht? Auf dem Dorfplatz konnten wir wenden, fuhren aber Schnurstracks wieder aus dem Dorf. 

Weiter ging die Fahrt der Küste entlang. Hier hatte es schon wesentlich weniger Verkehr. Am späteren Nachmittag erreichten wir unser Tagesziel, den Stellplatz am Analipsi Beach (GPS N37.00597, E21.97335).

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Hier handelt es sich nicht um einen offiziellen Stellplatz, sondern um eine Sackgasse an einem Strand. Mit uns standen ca. 8 Wohnmobile hier. In der Hauptsaison muss jederzeit mit einer Räumung durch die Polizei gerechnet werden, da freistehen in Griechenland verboten ist. Zu diesem Thema später noch mehr.

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Am Abend liessen wir uns beim Griechen im angrenzenden Restaurant so richtig verwöhnen. Ein Abendessen an diesem Ort, Herz was willst du mehr?


Donnerstag 26.09.2019

Nach dem morgendlichen Spaziergang dem Strand entlang, dem Morgenschumm und einem feinen Frühstück ging es weiter. Heute wollten wir es bis an den Dinosaurierstrand schaffen.

Auf einer neuen Autobahn, ja die haben hier tatsächlich eine Autobahn, umfuhren wir die Stadt Kalamata. 

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Was für Gegensätze; kurz nach der grossen Stadt befahren wir wieder wunderschöne kleine Dörfer. Hier gefällt es uns wesentlich besser, als in den grossen Orten. Entlang der sehenswerten Küste ging die Fahrt weiter über Stock und Stein. Diese Region gefiel uns ausserordentlich gut.

Nach einer abenteuerlichen Anfahrt (schon wieder Navi sei Dank) erreichten wir unser Tagesziel den Dinosaurierstrand. Der Stellplatz oder Parkplatz war schon sehr gut belegt, aber wir konnten noch einen Topplatz erwischen (GPS N36.64144, E22.38332)

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Wie gesagt, auch hier handelt es sich nicht um einen offiziellen Stellplatz und es kann jederzeit die Polizei auftauchen. Ca. 300m vom Platz weg befindet sich der Eingang zu den unterirdischen Höhlen. Eines von uns beiden wollte diese Höhlen unbedingt besuchen und so liess sich Pia überreden.

Mehr dazu im nächsten Teil...…..