Weiter nach Elafonisos

So, nun stehen wir also am Dinosaurierstrand! Das Wasser ist recht wild und die Landschaft ist sehr speziell. Überall am Strand liegen weisse, runde Steine die aussehen wie Dinosauriereier.

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Wie schon gesagt. In der Nähe des Platzes befindet sich eine Tropfsteinhöhle. Diese kann mit kleinen Booten befahren werden und ist sehenswert. Als wir dort ankamen hat uns der Kassier am Eingang erklärt alle Boote seien bis Feierabend ausgebucht. Nun, Pia liess es sich nicht nehmen und nahm persönlich einen Augenschein. Vielmehr standen 16 Boote in Reih und Glied. Es sah eher danach aus als ob die Griechen heute etwas früher Feierabend machen wollten.

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Ja nu, haben wir halt die Fussvariante gewählt. Da wir ja bei uns auch solche Höhlen haben (Beatushöhlen), hat es uns nicht gerade aus den Socken gehauen. Sicherlich ist es viel interessanter wenn die Boote fahren.

Aber der Strand selber, der entschädigte für alles. Pia liess es sich nicht nehmen den wilden Wellen zu trotzen. Silvio schaute dem Geschehen lieber aus sicherer Entfernung zu.

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Das absolute Highlight war aber die Stimmung am Abend. Bei einem feinen Nachtessen konnten wir einen super schönen Sonnenuntergang bestaunen. Da bekamen wir doch gerade beide schlichtweg Gänsehaut.

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Freitag 27.09.2019

Auf den heutigen Tag waren wir beide sehr gespannt. Über enge und steile Strassen wollten wir uns bis ans Kap Tenaro kämpfen. Das Kap ist der südlichste Punkt des griechischen Festlandes und stellt nach der spanischen Punta de Tarifa das zweitsüdlichste Kap Festland-Europas. Schon die Anfahrt war sehr beeindruckend.

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Wir fuhren bis die Strasse endete und parkierten unser WoMo auf einem Kiesplatz. Im Sommer wird dieser Platz sicherlich ganz schön voll sein (GPS N36.40247, E22.48623).

Von hier aus war wandern angesagt. Bis zum Leuchtturm braucht man ca. 1 Stunde und vergesst nicht gute Schuhe mitzunehmen! (Turnschuhe gehen auch, aber Wanderschuhe sind besser)

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Wenn man dann dort vorne beim Leuchtturm steht ist dies ein sehr emotionaler Augenblick. Man(n) ist schweissgebadet von der Wanderung und einfach nur glücklich.

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Wir verweilten ein Zeit lang an diesem Ort und wollten fast nicht mehr weg. Zu sagen ist noch, dass wir fast alleine dort waren. Auf dem Rückweg kamen uns dann noch ein paar Wanderer entgegen. Vor unserem Parkplatz lud noch eine Oase zum baden.

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In der Bildmitte sieht man noch Pia; doch wesentlich entspannter als gestern am Dinosaurierstrand. Das Mittagessen nahmen wir im Restaurant oberhalb des Parkplatzes ein. Ja, ja die Griechen verstehen unter Kebab nicht dasselbe wie wir. So bekam Pia drei ungeniessbare Würstchen. 

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Über Passstrassen ging es weiter Richtung Mavrovouni, unserem heutigen Tagesziel. In dieser Gegend der Mani sind die Strassen schon recht schmal und wir waren dankbar über den fast ausbleibenden Gegenverkehr. Auf halber Strecke genehmigten wir uns noch einen Apero, zu schön war es doch um zu stressen!
 
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Das Nachtlager schlugen wir auf dem Campingplatz www.gythiocamping.gr auf. Bei unserer Ankunft waren wir gerade ein bisschen geschockt. Auf dem Platz waren zwei Reisegruppen mit je ca. 20 Wohnmobilen und die restlichen Camper schauten uns mit grimmigen Blicken an. Waren wir Aussätzige, oder Eindringlinge? Einer stellte sogar die Fahrräder auf den nächsten Platz, damit man ihm ja nicht zu nahe kommen wurde. Mit diesem Herrn hat Silvio später aber noch persönlich gesprochen, Pia ging schon mal voraus!

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Mutieren wir jetzt von den Campingplatz Campern zu den Freistehern? Wir stellten beide fest, dass das freistehen uns je länger je mehr zusagen würde.

Am Abend wurden die E-Bikes aus der Garage genommen und wir gingen nach Gythion essen. Hier bekamen wir unseren so lang gewünschten griechischen Kebab.


Samstag 28.09.2019

Am Morgen genossen wir noch den Campingplatz. Dieser ist wirklich toll angelegt, hat einen Strand und wahrscheinlich auch als einer der wenigen auf den Peloponnes einen Pool.

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Gegen Mittag machten wir uns auf die Weiterreise. Das Ziel heute war die Insel Elafonisos. Wir fuhren entlang der Küste durch sehr abwechslungsreiche Gegenden. So sahen wir auch die ersten Orangenplatanen. 

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In der Ferne sahen wir ein Schiffswrack in dessen Nähe es angeblich ebenfalls einen Stellplatz geben solle. Schade haben wir dies erst später erfahren, also doch langsam der Drang zum freistehen.

Als wir am Anleger der Fähre nach Elafonisos waren trauten wir unseren Augen fast nicht. Waren wir noch in Griechenland, oder befanden wir uns in der Karibik?

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Mit der Fähre erreichten wir in 15 Minuten die Insel. Der Preis ist mit 25.- Euro doch recht hoch, aber wir wollten diese Insel unbedingt sehen. Und wir können euch sagen, die Insel ist wirklich sehenswert!

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Unsere Basis schlugen wir für die nächsten zwei Tage auf dem Campingplatz www.simoscamping.gr auf. Der Platz selber ist sehr sauber und zweckmässig eingerichtet. Es gibt keine Plätze am Meer. Auch hier gilt; freistehen verboten und ein Gerücht besagt, dass der Bruder des Campingplatzbetreibers der Polizist der Insel seie, hmmmm?

Aber die Strände auf dieser Insel, einfach Hammer!

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Sonntag 29.09.2019

Nach der Tagwache war erstmal Sport angesagt. Wir wollten heute an den Zipfel der Insel wandern und dort die kleine Anhöhe besteigen. Mal schauen, ob sich ein Fotosujet ergibt? Vom Camping aus ging es entlang der Strasse bis in eine Badebucht. An diesem Morgen war es noch sehr ruhig und wir genossen die Zweisamkeit.

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Genau so hatten wir es uns vorgestellt. Das alles auch noch mit den eigenen Augen zu sehen, was willst du mehr? Geniesse solche Augenblicke in deinem Leben! Lange verweilten wir an diesem Ort.

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Wieder unten in der Badebucht angelangt, genehmigten wir uns einen feinen Kaffee. Alles war noch so still und friedlich. Zurück am WoMo wurde das Frühstück eingenommen bevor es weiterging. Ja, ja heute war Sport angesagt! Mit den Bikes wollten wir die Insel erkunden.

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Was noch zu erwähnen ist; im August wütete auf der Insel ein riesiger Waldbrand. Die Spuren und der Geschmack (Gestank) waren auch jetzt noch wahrzunehmen. Das kleine Städtchen wurde aber verschont. Hier machten wir einen wohlverdienten Zwischenhalt.

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Den Nachmittag verbrachten wir mit Sonnenbaden am Strand. Hier trafen wir auch wieder Micheline und Jürg. Das Pärchen hatten wir schon einige male auf unserer Tour angetroffen. Bei einem feinen Rotwein, 1,5 Liter aus der Pet Flasche tauschten wir unsere Campingerfahrungen aus.

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Das Nachtessen beim Griechen war auch wieder sehr fein. Den Schlummertrunk nahmen wir wieder zu viert und es wurde noch viel palavert. Der Rückweg zum Camping, ca. 4 Kilometer, wurde schon in der stockfinstern Nacht unter die Räder genommen. So fiel das Kurven fahren nicht so stark auf, grins. Wir freuen uns schon auf ein Treffen in der Schweiz und schön Jürg bist du auch schon Mitglied unserer Facebook Gruppe "Campingfreunde Schweiz".

Am Montag geht ein langgehegter Wunsch von Pia in Erfüllung!

Mehr darüber in unserem nächsten Teil........